Schimmer und Glanz

Schimmer und Glanz

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Brigitte Waldach
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Roland Nachtigäller
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Claudia Linzel

Manchmal, da denke ich über Wörter nach. Wörter, die häufig benutzt werden, vielleicht sogar achtlos behandelt werden. Und dann frage ich mich, ob man diesen „generischen Wörtern“ neuen Zauber verleihen kann. „Schimmer“ ist beispielsweise so ein Wort, „Glanz“ auch.

Habt ihr – liebe Zuhörer und Zuhörerinnen – euch schon einmal Gedanken über „Schimmer und Glanz“ gemacht? Ich übernehme das jetzt einmal für euch – und dabei bin ich nicht alleine. Doch dazu gleich mehr.

Also, das Wörterbuch sagt: Schimmer ist zum einen ein mattes Leuchten, ein gedämpfter Glanz und zum anderen eine nur leise Andeutung, eine Spur von etwas“. Zum Beispiel der durchschimmernde Hauch eines Lächelns.

Glanz steht für ein Licht, das besonders Körper mit glatter, spiegelnder Oberfläche reflektiert. Den hellen, strahlenden Glanz kennen wir bestimmt alle. Gleichzeitig steht Glanz auch für einen Bewunderung.

Heute trage ich ein sehr, sehr großes Lächeln im Gesicht, eins das viel mehr glänzt als nur leicht schimmert. Denn ich bin im Museum Marta in Herford. Diejenigen unter euch, die mich ein bisschen besser kennen, ahnen, dass sich mit dieser Episode ein lang gehegter Traum erfüllt.

Mir gegenüber sitzen – Ladies first – die wunderbar vielschichtige Berliner Künstlerin Brigitte Waldach und der aufgeschlossene und chancenschenkende Museumsdirektor Roland Nachtigäller. Ich vermute, neben der Liebe zur Kunst eint uns auch die Freude am Wort, doch hören wir selbst.