Jean Fautrier – Genie und Rebell im Emil Schumacher Museum
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Ein Werk, über das lange wenig gesprochen wurde
Es gibt künstlerische Positionen, die über Jahrzehnte präsent bleiben, ohne kontinuierlich ausgestellt zu werden.
Jean Fautrier gehört dazu.
Diese Folge nimmt die Retrospektive Jean Fautrier – Genie und Rebell im Emil Schumacher Museum zum Anlass, um sich dem Werk erneut zu nähern – nicht erklärend, nicht deutend, sondern im Gespräch.
Der Ort heute
Das Gespräch entsteht in Hagen, im Emil Schumacher Museum.
Mit der Ausstellung wird erstmals seit mehreren Jahrzehnten wieder eine umfassende museale Einzelausstellung von Jean Fautrier in Deutschland gezeigt.
Von hier aus öffnet sich der Blick auf historische Kontexte, auf Sammlungsgeschichten und auf die Frage, wie Werke heute sichtbar werden.
Theo Bergenthal und Rouven Lotz
Der Hauptteil des Gesprächs entfaltet sich im Dialog zwischen Theo Bergenthal und Rouven Lotz.
Theo Bergenthal spricht aus der Perspektive eines langjährigen Sammlers, der sich über viele Jahre intensiv mit dem Werk Jean Fautriers auseinandergesetzt hat.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Arbeiten, Werkgruppen, Materialien und historische Bezüge – ebenso wie die Frage, wie sich der Blick auf Fautrier im Laufe der Zeit verändert hat.
Rouven Lotz bringt die institutionelle Perspektive ein: die Entscheidung für eine Retrospektive, die Einbettung in den musealen Kontext und die Auseinandersetzung mit der Rezeption des Werks heute.
Dialog statt Deutung
Das Gespräch folgt keiner These.
Unterschiedliche Perspektiven stehen nebeneinander: die sammlerische, die kuratorische, die historische.
Es geht um Nähe zum Werk, um langfristige Beschäftigung, um Verantwortung gegenüber künstlerischen Positionen, die sich nicht eindeutig festlegen lassen.
Jean Fautrier und Emil Schumacher
Im Gespräch wird auch die Beziehung zwischen Jean Fautrier und Emil Schumacher thematisiert.
Nicht als Einflussgeschichte, sondern als parallele Fragestellungen im Umgang mit Material, Oberfläche und künstlerischer Entscheidung.
Diese Verbindung eröffnet einen weiteren Blick auf die Sammlung und auf das Programm des Hauses.
Warum diese Ausstellung jetzt
Die Retrospektive macht sichtbar, wie sehr Wahrnehmung von Kunst von Zeit, Ort und institutionellen Rahmenbedingungen abhängt.
Sie stellt Fragen nach Erinnerung, nach Wiederentdeckung und nach dem Umgang mit historischen Positionen im heutigen Ausstellungsbetrieb.
Das Gespräch bleibt dabei bei den Beobachtungen – und bei den Stimmen der Beteiligten.
Kein abschließendes Urteil
Diese Folge zieht kein Fazit.
Sie dokumentiert ein Gespräch, das sich dem Werk Jean Fautriers nähert, ohne es festzuschreiben.
Zur Folge
Gesprächspartner:
Theo Bergenthal, Sammler, 1. Vorsitzender Villa Wessel
Rouven Lotz, Direktor Emil Schumacher Museum
Ort:
Emil Schumacher Museum, Hagen
Ausstellung:
Jean Fautrier – Genie und Rebell
Emil Schumacher Museum, Hagen, 2024
Themen
Jean Fautrier · Informel · Sammlung · Museumsarbeit · Sichtbarkeit · Erinnerung · Dialog
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Links & Credits:
Emil Schumacher Museum
Villa Wessel
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Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.


