Abstraktion & Ambition – Paris 1955 im Emil Schumacher Museum
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Ein Moment, der nachwirkt
Manche Ausstellungen verschwinden nicht, weil sie unbedeutend waren.
Sondern weil sich die Erzählungen verschieben.
1955 zeigte der Cercle Volney in Paris die Ausstellung
Peintures et sculptures non figuratives en Allemagne d’aujourd’hui.
Ein kurzer Moment internationaler Aufmerksamkeit für abstrakte Kunst aus Deutschland –
und doch einer, der für viele der beteiligten Künstler:innen prägend blieb.
Diese Folge kehrt zu diesem Moment zurück.
Der Ort heute
Das Gespräch entsteht im Emil Schumacher Museum in Hagen.
Ein Haus, das sich seit Jahren mit dem Informel, mit Abstraktion und mit Fragen von Sichtbarkeit und Erinnerung beschäftigt.
Von hier aus richtet sich der Blick zurück nach Paris –
und zugleich nach vorn, auf das, was Ausstellungen bewahren oder verlieren können.
Paris 1955 neu betrachtet
Gemeinsam mit Dr. Anne-Kathrin Hinz und Rouven Lotz nähert sich das Gespräch der historischen Ausstellung Schritt für Schritt.
Es geht um Konstellationen, um Auswahlprozesse, um internationale Erwartungen.
Um abstrakte Kunst als Möglichkeit – und als Risiko.
Und um die Frage, wie sehr Karrieren, Wahrnehmung und kunsthistorische Linien von einzelnen Momenten abhängen können.
Beziehungen, Netzwerke, Türen
Im Gespräch wird deutlich, welche Rolle persönliche Kontakte, institutionelle Nähe und internationale Netzwerke spielten.
Auch Emil Schumacher taucht hier als Figur auf – nicht isoliert, sondern eingebettet in Beziehungen, Gespräche, Einladungen.
Paris 1955 erscheint weniger als singuläres Ereignis, sondern als Knotenpunkt.
Was sich daran ablesen lässt
Fast beiläufig öffnet sich der Blick auf größere Zusammenhänge.
Abstraktion als Ausdruck von Aufbruch.
Kunst als Möglichkeit internationaler Verständigung.
Und Ausstellungen als Orte, an denen gesellschaftliche Erwartungen sichtbar werden.
Nicht alles davon bleibt.
Nicht alles wird erinnert.
Kein Rückblick im klassischen Sinn
Diese Folge rekonstruiert nicht, um abzuschließen.
Sie fragt, was bleibt –und wer heute darüber entscheidet, welche Geschichten weitergetragen werden.
Zur Folge
Gesprächspartner:innen:
Dr. Anne-Kathrin Hinz, Kunsthistorikerin, Kuratorin, Forschungsstelle Informelle Kunst, Universität Bonn
Rouven Lotz, Direktor Emil Schumacher Museum
Ort:
Emil Schumacher Museum, Hagen
Ausstellung:
Paris 1955 – Deutsche Abstrakte im Zentrum der Moderne
Emil Schumacher Museum, Hagen, 2025
Themen
Paris 1955 · Abstraktion · Informel · Netzwerke · Erinnerung · Internationale Kunstgeschichte · Verantwortung von Ausstellungen · Deutsche Nachkriegskunst
Weiterhören:
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Links & Credits:
Emil Schumacher Museum
Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn
Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.



