Marina Abramović und MAI im Dialog mit Joseph Beuys
Eine lebendige Beziehung zum Archiv
Archive werden häufig als Orte des Bewahrens verstanden.
Diese Folge setzt einen anderen Akzent.
Im Zentrum steht ein künstlerisches Archiv, das aktiviert wird: das Werk und die Sammlung von Joseph Beuys im Museum Schloss Moyland.
Ausgangspunkt ist eine Residency, die das Marina Abramović Institute gemeinsam mit dem Museum initiiert hat. Internationale Performance-Künstler:innen arbeiten vor Ort – im direkten Bezug auf das Beuys-Archiv.
Nicht erklärend, nicht kommentierend, sondern im zeitgenössischen Vollzug.
Der Ort des Gesprächs
Das Gespräch entsteht im Museum Schloss Moyland.
Das Haus beherbergt eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen zu Joseph Beuys und versteht sich als Forschungs- und Arbeitsort.
Die Residency nutzt diesen Ort nicht als Kulisse, sondern als Arbeitsumfeld.
Archive, Räume und Wege des Hauses werden Teil der künstlerischen Recherche.
Die Residency
Die Zusammenarbeit zwischen Museum Schloss Moyland und dem Marina Abramović Institute bringt 13 internationale Performance-Künstler:innen zusammen. Sie arbeiten über mehrere Wochen hinweg vor Ort.
Ausgangspunkt sind keine festgelegten Themen oder Ergebnisse.
Im Fokus stehen Prozesse: Lesen, Beobachten, körperliche Erfahrung, Austausch.
Die künstlerischen Arbeiten entstehen im Spannungsfeld zwischen Archivmaterial, räumlicher Präsenz und individueller Praxis.
Performance und Archiv
Im Gespräch wird deutlich, wie sich Performancekunst und Archivarbeit begegnen.
Nicht als Gegensatz, sondern als fortlaufende Beziehung.
Das Archiv liefert Material, Geschichte und Kontext.
Die Performance reagiert darauf mit Zeit, Körper und Handlung.
Thematisiert werden Fragen nach Verantwortung, Weitergabe und künstlerischer Freiheit – ohne diese zu definieren oder festzuschreiben.
Kuratorische Entscheidungen
Ein Teil des Gesprächs widmet sich der kuratorischen Struktur der Residency.
Besprochen werden Auswahlprozesse, Arbeitsbedingungen und der bewusste Verzicht auf Vorgaben.
Die Beteiligten beschreiben, wie Räume geöffnet werden – für individuelle Recherchen ebenso wie für kollektive Momente.
Nicht als Programm, sondern als Rahmen.
Ein Eindruck der Prozesse
Die Folge gibt Einblick in den Alltag der Residency:
Arbeitsphasen, Gespräche, Pausen, körperliche und geistige Bewegungen.
Die entstehenden Arbeiten werden nicht erklärt.
Stattdessen wird nachvollziehbar, unter welchen Bedingungen sie entstehen.
Archiv, Performance und Institution erscheinen als miteinander verbundene Praxis.
Kein Abschluss
Diese Folge zieht keine Schlüsse.
Sie beschreibt eine künstlerische Konstellation, in der Archivarbeit, Performancekunst und institutionelle Verantwortung zusammenkommen.
Was daraus entsteht, bleibt offen – und genau darin liegt die Qualität dieses Dialogs.
Zur Folge
Gesprächspartner:innen
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Dr. Antje-Britt Mählmann, Direktorin Museum Schloss Moyland
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Serge le Borgne, Künstlerischer Leiter Marina Abramović Institute
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Cristiana Cott Negoescu, Performance-Künstlerin (Residency)
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Maria Stamenkovic Herranz, Performance-Künstlerin (Residency)
Ort
Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau
Ausstellung / Projekt
Marina Abramović und MAI im Dialog mit Joseph Beuys
14. Juli – 26. Oktober 2025
Themen
Joseph Beuys · Marina Abramović · Marina Abramović Institute · Performancekunst · Archiv · Residency · Ausstellungspraxis · Institution · Verantwortung · Zeitgenössische Praxis
Weiterhören – Gespräche im Kontext von Joseph Beuys
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Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.


