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Podcastfolge mit Karin Rehn-Kaufmann und Till Brönner über Leica Fotografie

Leica | Karin Rehn-Kaufmann & Till Brönner | Kunstpodcast

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Karin Rehn-Kaufmann
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Till Brönner
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Claudia Linzel

Leica steht im Zentrum dieser Podcastfolge über Geschichte, Bildjournalismus und den fotografischen Blick auf den Menschen.

Sind wir nicht längst alle Fotograf:innen?
Mit dem Smartphone in der Hand halten wir unseren Alltag fest, fotografieren Begegnungen, Orte und Situationen – oft uns selbst. Bilder entstehen permanent, werden geteilt, kommentiert und weitergeschoben. Fotografieren ist zur alltäglichen Geste geworden.

Diese Podcastfolge setzt genau hier an und stellt eine weiterführende Frage: Was bedeutet Fotografie, wenn sie mehr sein soll als Momentaufnahme? Und welche Rolle spielt dabei eine Kamera, deren Geschichte eng mit dem Bildjournalismus und dem fotografischen Blick auf den Menschen verbunden ist?

Geschichte, Bildjournalismus und Humanität

Leica steht für einen entscheidenden Wendepunkt in der Fotografie: die Entwicklung der handlichen Kleinbildkamera, die es Fotograf:innen erstmals ermöglichte, sich frei zu bewegen und nah an Menschen und Situationen zu arbeiten.

Im Gespräch wird deutlich, dass die Kamera nicht als technisches Produkt verstanden wird, sondern als Voraussetzung für eine neue Form des Sehens. Die Kamera wurde zum Werkzeug für Reporter:innen und Fotograf:innen, die gesellschaftliche Wirklichkeit dokumentierten – direkt, beweglich und auf Augenhöhe.

Die Folge geht ausführlich auf die Rolle von Leica in der Geschichte des Bildjournalismus ein. Leica Kameras wurden zu Begleitern historischer Ereignisse, Alltagsbeobachtungen und sozialer Dokumentationen. Fotografien entstanden nicht aus der Distanz, sondern aus der Nähe zum Geschehen.

Thematisiert wird, wie diese Form der Fotografie unser kollektives Bildgedächtnis geprägt hat – und warum viele der ikonischen Fotografien des 20. Jahrhunderts ohne Leica kaum denkbar wären. Leica steht hier für eine Haltung, die Beobachtung, Verantwortung und Präsenz miteinander verbindet.

Der Titel der Folge, Humanity, dient als gedanklicher Rahmen für das Gespräch. Es geht um die Frage, wie Humanität in Fotografien sichtbar wird – nicht als moralischer Anspruch, sondern als Konsequenz eines respektvollen Blicks.

Im Mittelpunkt stehen Menschen, die nicht inszeniert sind, sondern in realen Lebenssituationen gezeigt werden. Die Folge thematisiert, wie Fotografie Würde bewahren kann und welche Verantwortung Fotograf:innen tragen, wenn sie Menschen abbilden, die sich in verletzlichen oder außergewöhnlichen Situationen befinden.

Karin Rehn-Kaufmann über Leica und Verantwortung

Im Gespräch mit Karin Rehn-Kaufmann geht es um ihre Arbeit bei Leica, um den Umgang mit dem fotografischen Erbe und um die Verantwortung, die mit Bildern verbunden ist. Sie spricht über die Bedeutung von Archiven, Ausstellungen und der bewussten Auswahl fotografischer Positionen.

Thematisiert wird, wie Leica als Marke mit ihrer eigenen Geschichte umgeht und warum es wichtig ist, Fotografien nicht isoliert zu betrachten, sondern im historischen, gesellschaftlichen und menschlichen Kontext.

Till Brönner über Fotografie, Nähe, Beobachtung und die Schirmherrschaft des Ernst Leitz Museums

Im zweiten Teil der Folge stößt Till Brönner zum Gespräch. Er spricht über seine eigene fotografische Praxis und darüber, wie sein musikalischer Hintergrund seinen Blick auf Menschen beeinflusst.

Im Fokus stehen Beobachtung, Geduld und Nähe. Fotografie wird als Prozess beschrieben, der Aufmerksamkeit erfordert und nicht auf schnelle Effekte zielt. Till Brönner spricht über Menschen im urbanen Raum, über Gesichter, Situationen und darüber, wie Fotografien entstehen, wenn man sich Zeit nimmt.

Leica zwischen Geschichte und Gegenwart

Diese Podcastfolge verbindet die Geschichte von Leica mit aktuellen Fragen der Fotografie. Sie zeigt Leica Fotografie als kontinuierliche Linie – von den Anfängen des Bildjournalismus bis zur heutigen Bilderflut.

Humanity steht dabei für eine Fragestellung, die sich durch das gesamte Gespräch zieht: Wie schauen wir auf Menschen – und was erzählen unsere Bilder über diese Haltung?

Leica Fotografie wird in dieser Folge nicht als abgeschlossenes Kapitel betrachtet, sondern als fortlaufende Geschichte. Von den Anfängen der Kleinbildkamera über den Bildjournalismus des 20. Jahrhunderts bis zur heutigen Bilderflut spannt das Gespräch einen Bogen, der zeigt, wie sehr Fotografie unseren Blick auf Welt und Menschen geprägt hat.

Weiterführende Links

Fotografie im Podcast

Leica Fotografie – Karin Rehn-Kaufmann und Till Brönner im Podcast die Leichtigkeit der Kunst  über Geschichte, Bildjournalismus und Humanität