„Happy Thankful Sunday oder Die Geschichte hinter dem Podcast“

Ein Sonntag, ein Strandkorb, ein Rechner und ganz schön viel Hitze. Ach ja und ein Tässchen Kaffee ist auch part of my day. Mhhh dieser Moment lädt so schön ein, die Eindrücke der letzten Wochen mal Revue passieren zu lassen. Ist ganz schön viel passiert. Das muss ich aufschreiben, sonst glaube ich es irgendwann selber nicht mehr.

Ich mag Kunst echt sehr gerne, liebe es schon lange, mich durch Museen und Ausstellungshäuser treiben zu lassen, dort Ruhe und Inspiration zu finden, um meinen Blickwinkel immer wieder neu zu richten. Und ja, Museumsshops liebe ich auch. Hab da sogar eine kleine Challenge mit mir selber: wie viele Bücher schleppe ich beim nächsten Besuch wohl wieder raus? Das Regal ächzt und der Geldbeutel wird leicht 😉

Doch dann kam Corona. Keine Besuche, keine Bücher. Aber: Podcasts.
So richtig viele Podcasts habe ich in meinem Leben noch nicht gehört…, doch die Zeit des Lockdowns hat mich dazu verführt, Kunst mit meinen Ohren zu betrachten. Geht erstaunlich einfach. Und es ist zudem sehr spannend, das Leben hinter den Kulissen der Ausstellungsräume kennenzulernen.

„Verliebt“ habe ich mich in die wunderschöne Stimme von Ines von Patow. So samtig und einhüllend, gleichzeitig so voller sprudelnder und ansteckender Freude. Zum Glück schenkt sie regelmäßig Einsichten in das Leben des LWL Museum für Kunst und Kultur. Ganz praktisch, denn das LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster besuche ich sehr gerne.

Und dann kam Rabea. Mit ihrer visionären Art und ihrer leidenschaftlichen Fähigkeit, die Stärke in wirklich jedem Menschen zu erkennen und ihn dann auch noch so weit zu bringen, selbst daran zu glauben, hat mich überzeugt: wir nehmen zusammen einen Podcast auf. „Ist doch easy, du mit deiner authentischen Art, deiner Expertise als Redakteurin & Leidenschaft an Kunstbesuchen – ich mit meinen social media Erfahrungen und meiner Liebe für die schönen Dinge des Lebens… wir gründen einen Podcast zum Thema: Kunst.“

Gesagt getan. Zack saßen wir zusammen und haben ungefiltert gebrainstormt. Zeit genug hatten wir ja. Doch die brauchten wir gar nicht. Kaum stand die Idee, haben wir uns zustimmend angelächelt und uns aus einem Mund aus dem Effeff zugerufen: Der Name des Podcasts lautet „Die Leichtigkeit der Kunst“

Also, der Name steht – jetzt ran ans Konzept.

Content? Kunst, das ist klar; im speziellen: Kunst auf entspannte Art zugänglicher machen, vielleicht die ein oder andere Berührungsangst abbauen und auf jeden Fall, die ungezwungene Freude an Kunst vermitteln.

Wen interessiert das? Jeden, der Spaß an einem Kunstpodcast hat. Einfach mal reinhören.

Wie wollen wir die kunstinteressierten Podcasthörer erreichen? Genauso, wie wir selbst gerne erreicht werden: Mit Anekdoten, Content, Charme und abwechslungsreichem Gesprächsstoff.

Hmmm… erste Hürde: unser kunsthistorischer Hintergrund könnte für umfassende Informationen durchaus tiefgreifender sein. Also brauchen wir Experten, die uns offen und auditiv auf eine Reise in die Kunstszene mitnehmen.

Also nochmal brainstormen, diesmal mit der Frage: Wen sprechen wir an? Der erste Impuls sagt: Das LWL Museum für Kunst und Kultur, die verknüpfen auf so leicht wirkende Weise informativen Inhalt mit unterhaltsamen Einsichten.

Und tatsächlich: Nummer gewählt, Konzept präsentiert und auf eine unfassbar aufgeschlossene, herzliche und motivierende Gesprächspartnerin getroffen. Mit Nora Staege, MA der Abteilung für Kommunikation, haben wir unseren Grundstein für unseren ersten Podcast gelegt. Obwohl wir keine Referenz vorzuweisen haben, hat uns das LWL Museum für Kunst und Kultur eine echte Chance gegeben. Wir durften einen Podcast zu der aktuellen Ausstellung „Eine Frage der Herkunft. Die Geschichte hinter den Bildern“ mit der Provenienzforscherin Eline van Dijk aufnehmen. Am 03. August 2020 wurde er auf allen gängigen Podcastplattformen veröffentlicht und hat in den ersten 36 Stunden 600(!) Zuhörer erreicht.

Darüber hinaus hat uns Noras hilfsbereite Art und ihr Netzwerktalent weiter zu Christoph Müller-Girod (dem Social Media Berater für Kunst und Kultur) und Thorsten Runte (Profi Podcast Produzent auf allen Gebieten), geführt. Die beiden leiten das PodcastStudio.NRW. Auch ihnen haben wir unsere Idee vorgestellt. Die beiden glauben an uns. Und holen uns in unserer größten Herausforderung „wie bekommen wir das mit der Technik und dem Cut hin?“ ab. Sie unterstützen uns mit ihren Erfahrungen, ihrem Talent, ihrem Netzwerk und ihrem Equipment.

Apropos Netzwerk und Technik. Für einen professionellen Podcast benötigt man eine Website. Hmmm… wie kommen wir an eine Website? Christoph liest uns die Fragezeichen von den Augen ab, öffnet sein Netzwerk Portfolio und macht uns mit Christian Schwietering bekannt. Wirklich im Nu und auf äußerst geduldige ART und Weise, zaubert uns Chrissi die Website www.dieleichtigkeitderkunst.de mit allem was dazu gehört. Und ich wusste vorab gar nicht, was alles dazugehören könnte. Jetzt gibt es also die Möglichkeit, den einzelnen Episoden unseres Podcast auf unserer Seite zuzuhören. Schon bald baut Chrissi die Plugins ein, damit unsere Insta und FB Beiträge auch auf der Seite sichtbar sind. Auch den Blog hat er eingerichtet und uns Emailadressen angelegt. Unter info@dieleichtigkeitderkunst.de könnt ihr uns also gerne Feedback, Impulse, Gedanken, Lob & ja, auch Kritik zukommen lassen.

Kommen wir zum Teil Social Media. Bisher habe ich es immer als schöne Möglichkeit betrachtet, dort Inspiration zu sammeln… doch selbst aktiv werden? Huh, da komme ich an meine eigene Berührungsangstgrenze. Nützt nix. Einfach ausprobieren und sehen wie es sich entwickelt. Vielleicht gibt es unter den 84 Millionen Deutschen ja tatsächlich 2-3, die sich für unsere Art der Betrachtung interessieren. (An der Stelle wieder einJ) „Also“ Account auf Insta gegründet und erstmal eins meiner Lieblingsaufnahmen eingestellt. Es handelt sich um ein Foto der Skulptur „Opulent Ascension“ von Sean Scully. Dieses Foto habe ich – irgendwie an der Stelle schon klar, oder;-) – im LWL Museum für Kunst und Kultur aufgenommen. Ich muss ja nicht gleich mit Selfies starten… Geht ja auch anders – ist einfach eine Frage des Blickwinkels. Das war am 01.Juni 2020.

Heute haben wir den 09.08.2020. Auf Instagram haben wir mittlerweile über 430 wohlwollende und aktive Abonnenten. Auch haben wir schon 10 Podcasts aufgenommen und die nächsten sind in der Pipeline. Wir haben wunderbare Menschen kennengelernt, durften an Einblicken und Geschichten teilhaben, haben schon viele Facetten der Kunstszene kennengelernt und sind so gespannt, wer und was noch alles „auf uns wartet“ (klingt ein bisschen vermessen, oder;-) )

Also, was nehme ich mit? Unendlich viel Dankbarkeit. Und Vertrauen, dass man auf Menschen trifft, die es gut mit einem meinen, die Ideen unterstützen und mit aller Kraft daran arbeiten, dass aus einem kleinen Traum eine echte Realisation wird. Diesen ersten Blogbeitrag möchte ich also nutzen, um allen DANKE zu sagen, die uns auf unserem Weg bisher so wertvoll unterstützt haben.

 

Geschrieben von Claudia Linzel