Geza Schön – Moleküle, Duft und Wahrnehmung im Kunstpodcast die Leichtigkeit der Kunst
Ein Gespräch über das Unsichtbare – bzw. was passiert, wenn Reduktion zur Haltung wird?
Wenn ein Duft nicht auffallen will, sondern mitgeht. Wenn Moleküle nicht überwältigen, sondern andocken. Wenn das, was wir riechen, nicht beschrieben, sondern erlebt werden will.
Diese Folge ist eine Einladung zum Nachdenken über Duft als Wahrnehmungsform. Über Moleküle, Reduktion, Erinnerung. Und über die Kunst, mit sehr wenig sehr viel zu sagen.
Geza Schön
Parfümeur und Molekularästhet. Gründer von Escentric Molecules, einem Duftkonzept, das auf einem einzigen Molekül basiert. Geza Schön denkt Parfum nicht als Dekoration, sondern als Ausdruck. Seine Kreationen sind direkt, eigensinnig, reduziert. In seinem Atelier in Berlin spricht er über das Zusammenspiel von Idee, Erinnerung und Haut. Seine Düfte entstehen aus Konzept, Materialerfahrung und Instinkt.
Zur Folge
Geza Schön spricht über Kindheitserinnerungen an Duft, die Magie des ersten Riechens, den Umgang mit Willkür in der Parfümwelt – und darüber, warum seine Arbeit immer mit einer Idee beginnt. Die Folge erzählt von Zellen, die tanzen, von Hautwärme, die Moleküle aktiviert, und von Düften, die sich nicht festhalten lassen.
Eine sinnliche Spurensuche zwischen Geruch, Gesellschaft und Gestaltung.
Themen der Folge
Duft als Kunstform · Geruch und Erinnerung · Molekulare Parfümerie · Wahrnehmung und Gesellschaft · Reduktion als Stilmittel · ISO E Super · Sensorische Erlebnisse · Ästhetik des Geruchs · Duft und Psyche · Minimalismus in der Parfümerie
Warum jetzt?
Weil Wahrnehmung nicht laut sein muss. Weil Reduktion nicht Verzicht bedeutet, sondern Konzentration. Weil Duft nicht Trend, sondern Sprache sein kann. Und weil Moleküle manchmal mehr sagen als Kompositionen.
In einer Welt, die überreizt ist, öffnet diese Folge einen leisen Raum für ein sensorisches Nachdenken: Was nehmen wir wahr? Was prägt uns olfaktorisch? Was bedeutet es, einen Duft nicht zu tragen, sondern mit ihm zu leben?
Zitate aus dem Gespräch
- „Das mit dem Riechen, das war irgendwie meine eigene kleine Welt.“
- „Wenn man was Schlechtes riecht, ist es in der Regel ja schon zu spät. Man hat’s ja gerochen.“
- „Wir gewöhnen und wir entwöhnen uns an Gerüche, die uns im Laufe der Zeit so begleiten.“
- „Ich habe gerne eine Logik und einen konzeptionellen Anfang in einem Geruch oder einem Duft.“
- „Die Zelle fing an zu tanzen.“
- „Die Willkür in der Parfümerie, das klappt nicht meiner Ansicht nach.“
- „Wir sind sicherlich mit das subtilste gut riechendste, was es im Markt gibt.“
- „Wir mögen Düfte, weil wir sie in der Kindheit idealerweise unter guten Umständen erfahren haben.“
- „Es gibt eine Korrelation zwischen einem olfaktorischen Empfinden und einem momentanen situativen Moment.“
- „Man muss immer neugierig bleiben.“
Weiterhören
- Die Folge mit Robert Müller-Grünow zu Duftkonzepten für Marken und Institutionen.
- Das Gespräch mit Michael Sailstorfer über „Tears’Trees“ und Duft in seiner Kunst
- Alle Folgen zum Thema Kultur, Gesellschaft & Wahrnehmung
- Alle Podcastfolgen mit Künstler:innen
Links & Credits
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Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026


