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Evelyn Taocheng Wang im Museum Ludwig Köln

Evelyn Taocheng Wang – Friendship

Über Kuchen, Freundschaft und kulturelle Zwischenräume im Museum Ludwig

Wann essen wir eigentlich Kuchen zusammen?
Und was passiert dabei wirklich?

Evelyn Taocheng Wang im Museum Ludwig

In Evelyn Taocheng Wangs Arbeit Friendship im Museum Ludwig tauchen genau diese Fragen auf – leise, selbstverständlich, ohne Erklärung.
Gemalte Kuchenstücke, präzise ausgeführt, legen sich über geometrische Hintergründe von Agnes Martin.
Dazu Figuren aus der Sendung mit der Maus, chinesische Stempel, handgeschriebene Texte.

Alles wirkt vertraut.
Und gleichzeitig leicht verschoben.

Wang interessiert sich für das Dazwischen:
zwischen Kulturen, zwischen Erinnerungen, zwischen Menschen.
Sie unterscheidet bewusst zwischen Kopie und Imitation.
Die Kopie wiederholt.
Die Imitation denkt weiter.

Vielleicht lässt sich Freundschaft ähnlich verstehen:
nicht gleich zu sein, nicht alles zu übernehmen, sondern gemeinsam weiterzugehen.

Evelyn Taocheng Wang lebt in Rotterdam – einer Stadt, die von Migration, Bewegung und Beobachtung geprägt ist.
Diese Offenheit prägt auch ihre Arbeit. Zuschreibungen bleiben beweglich.
Identität wird nicht festgelegt, sondern ausgehandelt.

Friendship wird mit dem Wolfgang-Hahn-Preis 2025 ausgezeichnet.
Ein Werk, das zeigt, wie nah Kunst am Alltag sein kann –
so nah wie ein Stück Kuchen auf einem Tisch, an dem man zusammen sitzt.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 18. Januar 2026, im Museum Ludwig in Köln

Weiterführende Links

Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Website der
Museum Ludwig.

Weiterführende Gedanken zu Kunst, Wahrnehmung und Gesellschaft finden sich im
Tagebuch zur Kunst.

Das Museum Ludwig, Köln im Podcast „die Leichtigkeit der Kunst“
Andy Warhol Now

Claudia Linzel

Claudia Linzel ist Moderatorin und Gastgeberin des Podcasts Die Leichtigkeit der Kunst. Seit 2020 führt sie Gespräche mit Künstler:innen, Kurator:innen, Museumsleiter:innen und Akteur:innen des Kunstmarkts – vor Ort, im Dialog und mit Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge. Ihre Arbeit verbindet Kunst, Geschichte und Gegenwart in einer Sprache, die bewusst zugänglich bleibt – für Fachpublikum ebenso wie für Menschen, die Kunst neu entdecken. Der Podcast entsteht in Zusammenarbeit mit Museen, Institutionen und Kulturpartnern im deutschsprachigen Raum.