Design.Impuls – Design und Zeitgeschichte im Emil Schumacher Museum
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Eine gemeinsame Zeit
Design wird oft abstrakt verhandelt – als Stilfrage oder als ästhetisches Versprechen.
Diese Folge setzt anders an.
Im Mittelpunkt stehen Designobjekte, die in jener Zeit entstanden sind, in der auch Emil Schumacher arbeitete. Möbel, Leuchten und Gebrauchsgegenstände werden den Werken Schumachers gegenübergestellt – nicht erklärend, nicht vergleichend, sondern zeitlich parallel.
Der Ort des Gesprächs
Das Gespräch entsteht im Emil Schumacher Museum in Hagen.
Die Ausstellung nutzt die Lebenszeit Emil Schumachers als zeitlichen Rahmen und öffnet darüber einen Blick auf Designgeschichte im 20. Jahrhundert.
Nicht als Überblick, sondern als Konstellation.
Die Ausstellung als Setzung
Gezeigt werden Designstücke aus dem 20. Jahrhundert, besonders aus den 1940er- bis 1960er-Jahren.
Möbel, Leuchten und Objekte des Alltags stehen im Raum neben Gemälden Emil Schumachers aus denselben Jahrzehnten.
Ausgangspunkt ist kein Stilbegriff, sondern die Frage, wie Gestaltung und Kunst unter ähnlichen historischen Bedingungen entstehen.
Die Ausstellung beginnt bewusst früh – mit einer Industriearbeit von Peter Behrens – und spannt den Bogen bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts.
Designstücke im Raum
Im Gespräch werden konkrete Objektgruppen benannt:
-
Möbelentwürfe für Wohnen und Alltag
-
Leuchten als prägende Elemente der Gestaltung
-
industrielle Serienprodukte
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Lichtdesign.
Genannt werden zahlreiche italienische Leuchten sowie Entwürfe von Achille Castiglioni.
Auch ikonische Positionen der Moderne tauchen auf, etwa frühe Möbelentwürfe von Ludwig Mies van der Rohe.
Die Stücke stehen nicht stellvertretend für Stilrichtungen, sondern für ihre jeweilige Zeit.
Sammlung und Dialog
Der zentrale Dialog der Folge entsteht zwischen Sebastian Jacobi und Rouven Lotz.
Sebastian Jacobi spricht über seine Sammlung als historisch gewachsenes Konvolut.
Er beschreibt Entwürfe, Materialien und Produktionsweisen – und ordnet sie in ihre jeweiligen Jahrzehnte ein.
Rouven Lotz erläutert die kuratorische Entscheidung, diese Designobjekte den Werken Emil Schumachers gegenüberzustellen.
Nicht als Kommentar zur Malerei, sondern als Erweiterung des zeitlichen Blicks.
Ein Eindruck der Epoche
Durch das Nebeneinander von Design und Kunst entsteht ein Eindruck der jeweiligen Jahre.
Nicht erzählt, sondern sichtbar gemacht – über Formen, Oberflächen, Serien und Materialien.
Die Ausstellung formuliert keine These.
Sie legt Zeugnisse einer Zeit nebeneinander und überlässt die Wahrnehmung den Besucher:innen.
Kein Abschluss
Diese Folge erklärt Design nicht.
Sie beschreibt eine Ausstellung, die Gestaltung und Kunst aus derselben Zeit zusammenführt – und öffnet damit einen Zugang zu Zeitgeschichte, ohne sie festzuschreiben.
Zur Folge
Gesprächspartner:
Sebastian Jacobi, Designhistoriker und Sammler
Rouven Lotz, Direktor Emil Schumacher Museum
Ort:
Emil Schumacher Museum, Hagen, 2022
Themen
Designgeschichte · Mid-Century-Design · Industriegestaltung · Lichtdesign · Sammlung · Ausstellungspraxis · Zeitgeschichte
Weiterhören:
Weitere Gespräche aus dem Emil Schumacher Museum
Links & Credits:
Emil Schumacher Museum
Sebastian Jacobi
Hören:
Website · Spotify · Apple Podcasts · YouTube
Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.

